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Entweder man stirbt oder man lebt solange, bis man selbst der Böse ist

Dieses Zitat stammt aus der Comicverfilmung „Batman – The Dark Knight“.

 

Ich möchte es aber gerne auf einen anderes Thema übertragen:  Auf unerfüllte und erfüllte Liebe. Es beginnt ja alles damit, dass man anfängt, sich für eine bestimmte Person zu interessieren, dass man sie öfter sehen will, dass man glücklich ist, bei ihr zu sein.

Und dann kann es in zwei Richtungen gehen: Entweder es wird was draus – erfüllte Liebe – oder man wird zurückgewiesen, was dann in eine unerfüllte Liebe führt.

Beschäftigen wir uns mit Fall 1. Die Liebe wurde erfüllt, man ist glücklich zusammen. Aber irgendetwas ist anders als in der Zeit des Schwärmens. Man muss nicht mehr schwärmen, da man die angehimmelte Person  sozusagen „hat“. Die Person ist nicht mehr unerreichbar, was das Ganze früher immer so herrlich schön spannend gemacht hat. Man fiebert nach einer Weile nicht mehr so sehr dem Moment entgegen, in dem man sich wieder sieht.

Die Unerreichbarkeit der Person war Glück und Unglück zugleich. Es ist wie ein Spiel. Anfangs fiebert man noch mit, aber sobald es sich langsam abzeichnet, dass man gewinnen wird, ist es nicht mehr so spannend. Die anfängliche, teils quälende Aufregung im Leben wird durch glückliche Gleichförmigkeit ersetzt. Was ist jetzt besser?

Im 2. Fall, der unerfüllten Liebe, kommt das Schwärmen wieder zum Tragen. Man weiß, dass man die Person nicht haben kann, aber dadurch hört man nicht auf, sie zu lieben. Und es geht wieder aufs Neue los: Kommt sie heute? Was sag ich zu ihr? Was ist wenn sie nicht kommt?

Man fängt an zu spekulieren und sich Traumgeschichten auszudenken, wie man es nur in einer unerfüllten Liebe vermag. Was auch daran liegt, dass die geliebte Person auf ewig perfekt bleiben wird. Man hat nur das eine Bild der Person,  in welches man sich verliebt hat. Man war nie mit der Person zusammen, man wird nie erfahren, dass er  furchtbar schnarcht oder dass sie schrecklich unzuverlässig ist. Man wird nie all die Macken erfahren, die man in einer Beziehung rasch erkannt hätte. Und deswegen taugt auch nur unerfüllte Liebe für das Wunschdenken, dass auf eine bestimmte Art und Weise „schrecklich schön“ ist.

Aufregung, Sehnen, Hoffen…

Irgendwann wird man die Person nicht mehr lieben, vielleicht weil man sogar jemand anderes gefunden hat, der einem zur Abwechslung auch einmal Liebe entgegenbringt.

Aber das Bild des Perfekten, den man solange innig und verzweifelt geliebt hat, ist nie ganz weg. Weil es einfach zu schön war. Weil es so viele wunderbare Illusionen hervorgebracht hat, die man aus irgendeinem Grund nicht missen will.

Im Gegensatz zur erfüllten Liebe geht unerfüllte Liebe nie zu Ende, weil sie nie zugelassen wurde. Was nicht zugelassen wurde, kann auch nicht kaputt gehen. 

 

Durch Gewohnheit und Streit geht die erfüllte Liebe irgendwann zu Ende und ist selbst der Böse.

 

Oder die Chance auf eine Beziehung in der unerfüllten Liebe stirbt, und so bleibt die Liebe selbst bestehen.

 

 

 

 

 

Der Autor

30.5.09 10:00

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(31.5.09 19:11)
zensur -.-


tom (5.9.09 21:31)
In der literarischen Welt des Autors scheint Stille eingekehrt zu sein
Ein Blog der so schnell verschwand wie er entstand...

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