the.hippos.yawn

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Aller Anfang ist schwer...

...wurde einst gesagt und stimmt zweifellos.

Aber er hat auch immer etwas schönes, etwas zuversichtliches.

Der Beginn einer neuen Sache ist nicht nur schwer, sondern auch immer wieder aufregend: Wie das erste Aufblättern eines neuen Buches oder wenn man bei der neuen CD erwartungsvoll bei Track 1 auf "play" drückt.

Um es mit meinen Gefühlen auszudrücken.

Bei meinem neuen Blog möchte ich mich - um es einfach zu sagen - mit allem beschäftigen, was mir so unter die Nase kommt. Manchmal passiert so etwas jede Stunde, manchmal kommen die kleinen Merkwürdigkeiten des Lebens auch nur viel seltener vor - z.B. einmal im Monat. Ja, um die geht es wohl: die kleinen Merkwürdigkeiten des Lebens. 

Die erste Merkwürdigkeit zu Beginn wäre wohl: Was, zum Henker, bedeutet dieser abstruse Titel des Blogs?

Nun,  "The hippo´s yawn" ist nicht nur ein seltsames Hirngespinst sondern ein Fels in Australien, der ein wenig an ein gähnendes Nilpferd erinnert, hippo´s yawn eben.

Nächste Frage: WIE kommt man von einem Fels auf einen Titel?

Ganz einfach. Indem man bei wikipedia.de, unserem Freund und Helfer in allen Lebenslagen, auf Random Article bzw. Zufälliger Artikel klickt und klickt und klickt und wartet, bis sowas cooles wie ein gähnendes Nilpferd bei rumkommt.

(Solltet ihr mal in Australien sein und den Fels besichtigen, macht dochh bitte ein Bild für mich, ja?)

 Das ist eine wunderbare Methode, um auf ausgefallene Begriffe als Titel für Gedichte, Geschichten, Blogs etc. pp. zu kommen.

Ich hatte ursprünglich auch vor, eine fiktive Band "Thie hippo´s yawn" zu nennen, aber letztendlich passte der Name doch nicht mehr ins Bild. Ich wusste doch, dass ich ihn irgendwann noch einmal brauchen würde. 

Nun ja, das ist nun der Auftakt für hoffentlich viele Seiten des Nachdenkens und der Evaluation um es mit den Worten einer ehemaligen Lehrerin zu sagen.

Zum Abschluss gibt es noch ein Gedicht, welches mir beim Bahnfahren in den Sinn gekommen ist:

 

Originelle Symmetrie

 

nenn mir die

formeln der gefühle,

beschreib mir die

graphen des glücks,

beweis mir die

gleichung der liebe

 

rechne mir dein leben vor.

 

in den graden parallelen,

die sich im unendlichen schneiden

und ohne einen zweifel

ewig lang bestehen,

 

deine wahrscheinlichkeiten

sind alle erprobt.

deine zukunft

ist fest kalkuliert.

du weißt mit den

unbekannten

umzugehen.

 

du rechnest dir dein leben vor. 

und ich.

ich bin die negative zahl

unter der wurzel.

 

 

Ich weiß nicht, warum ich darauf gekommen bin ein "mathematisches Gedicht" zu schreiben. Aber in der Bahn kommen einem ganz gute Ideen. Meine musikalische Muse war "Muse" (ach, ein lustiger Wortwitz) .

Das wars dann fürs erste. Bis bald!

Der Autor

18.1.09 21:29

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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tom (18.1.09 23:18)
Eines der unglaublichsten Gedichte, die ich jemals zu Gesicht bekommen habe.

Die Idee, die Liebe, welche zu oft und prekärerweise als irrational gesehen wird, mit einem Begriff der absoluten Logik, der Mathematik, zu verknüpfen, bringt wunderbar die Gegensätze der beiden hervor.
Das Ich richtet sich an eine Person, die "sich ihr Leben vorrechnet". Es klingt wie ein Vorwurf, als ob sie, vertieft in die Formeln, nicht die Liebe des Ichs zu erkennen scheint. Das Ich stellt für diese Person ein schier unlösbares Problem dar, eine Wurzel aus einer negativen Zahl (man ignoriere "i").
Es fordert eine Erklärung für seine Gefühle, da es möglicherweise selber nicht weiß, warum es derart fühlt (nenn mir die Formel der Gefühle), doch bleibt eine Antwort offen.
„Rechne mir dein leben vor.“ ist eine direkte Aufforderung an sein Gegenüber, sein Leben zu erklären und doch bleibt zu vermuten, dass dieser nicht nachgegangen werden soll. Viel lieber soll geschwiegen und akzeptiert werden.
Das Gedicht ist meiner Meinung nach eine Nachricht, oder viel mehr eine Bitte, an jemanden, über die Welt der Logik hinwegzusehen, und zu erkennen was das Ich fühlt.
Bravo


Tom (18.1.09 23:30)
PS: erster


(19.1.09 22:30)
Ach Mist... zweiter -.-
trotzdem happy *grins*


Diesmal ich (19.1.09 22:31)
Trotzdem geiles Gedicht^^


Ich schon wieder... (26.1.09 22:55)
But the beginning's end is near... write something...


Kate R. stirbt am Ende (10.3.09 12:39)
René Schickele

Abschwur
Ich schwöre ab:
jegliche Gewalt,
jedweden Zwang,
und selbst den Zwang,
zu andern gut zu sein.
ich weiß:
ich zwänge nur den Zwang.
Ich weiß:
das Schwert ist stärker
als das Herz,
der Schlag dringt tiefer
als die Hand,
Gewalt regiert,
was gut begann,
zum Bösen.
Wie ich die Welt will
muß ich selber erst
und ganz und ohne Schwere werden.
Ich muß ein Lichtstrahl werden,
ein klares Wasser
und die reinste Hand
zu Gruß und Hilfe dargeboten.
Stern am Abend prüft den Tag,
Nacht wiegt mütterlich den Tag.
Stern am Morgen dankt der Nacht.
Tag strahlt.
Tag um Tag
sucht Strahl um Strahl.
Strahl an Strahl
wird Licht,
ein helles Wasser strebt zum andern,
weithin verzweigte Hände
schaffen still den Bund.


René SCHICKELE
1883-1940

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